Architektur

Wie sieht das optimale Krankenhaus aus?

Auf den ersten Blick klingt die Aufgabe für die Architekten einfach: Sie sollen ein flächenmäßig sowie hinsichtlich der beabsichtigten Krankenhausnutzung zeitgemäßes und optimiertes Gebäudekonzept mit hohem Gestaltungsanspruch entwickeln – kurz zusammengefasst: „das optimale Krankenhaus“. Doch wie immer ist es der zweite Blick der zählt. Denn was bedeutet „optimal“? Und für wen? Hier geht es nicht nur darum, einen Neubau mit ausreichenden Kapazitäten entsprechend den medizinisch-technischen Herausforderungen eines Krankenhauses zu entwerfen. Denn genauso wichtig ist uns der Aspekt einer verträglichen und ortsbezogenen Gestaltung auf diesem landschaftlich herausragenden Grundstück.

Die architektonischen Eckpunkte im Überblick:

  • Durch vier zentral verbundene Gebäuderiegel wird die Klinik visuell unterteilt. Patienten und Besuchern wird so die Orientierung erleichtert. Darüber hinaus nimmt man jeweils nur einen Teilbereich des Gesamtgebäudes wahr, was diesem eine besondere Leichtigkeit verleiht.
  • Ein ähnlicher Ansatz der Differenzierung gilt bei der Fassadengestaltung und deren Staffelung: Zwar bleibt die Gebäudehöhe ohnehin unterhalb des umgebenden Baumbestandes. Indem das 1. Obergeschoss über einem Sockelgeschoss als „gläserne Fuge“ ausgebildet wird, erscheint der Bau jedoch zusätzlich niedriger. Die von den gläsernen Fassaden der Obergeschosse zugänglichen Balkone mit transparenten Brüstungen betonen darüber hinaus erneut die architektonische Leichtigkeit.
  • Terrassenförmig angelegt fügt sich das Gebäude perfekt in die Hanglage des Grundstücks ein. Der südliche Gebäuderiegel erhält als niedrigster eine Dachterrasse, die Patienten und Besucher dazu einläd den oft sorgenbeladenen Krankenhausalltag für einen Moment hinter sich zu lassen.
  • Verwendete Materialien wie Naturstein, Holz, Putz und Glas sind zu großen Teilen heimische Baustoffe. Auch das trägt zur betont naturnahen Bauweise bei.
  • Durch die großflächigen Verglasungen und die umlaufenden Balkone werden die grünen Außenanlagen von vielen Punkten des Gebäudes sichtbar. Aufgrund der Gebäudekonfiguration der „Vier Höfe“ wird zudem eine landschaftliche Verflechtung mit der Umgebung erreicht. Dabei öffnen sich die südlichen Höfe konsequent zum Außenraum und beziehen diesen ein. So entsprechen sie ganz dem Ziel der Durchgrünung des Areals mit parkähnlicher Gestaltung. Auch die der nördlichen Grundstücksgrenze zugewandten Bereiche - eigentlich Funktionen wie Anlieferung und Besucherparken vorbehalten - sind stark begrünt und passen sich somit perfekten die umgebende Naturfläche an.