Multimodale Schmerztherapie bedeutet körperliches, gedankliches und verhaltensbezogenes Üben unter ärztlicher Kontrolle. Alle Therapeuten arbeiten nach einem gemeinsamen Konzept. Der Name leitet sich ab von viele (lateinisch: multi) Arten (lateinisch: modi) der Behandlung. 

Übungen zur körperlichen Wiederherstellung werden mit Maßnahmen der psychologischen Schmerztherapie kombiniert. Denn sowohl die körperliche als auch die psychologischen Maßnahmen sind verhaltenstherapeutisch beeinflusst. Patienten lernen – trotz und wegen der Schmerzen – selbstbestimmt zu handeln. Dabei sind die Überwindung von Angst und Vermeidung sowie die Förderung von Verständnis und Selbstberuhigung wesentliche Bestandteile des multimodalen Therapiekonzepts.

Die multimodale Schmerztherapie wird meistens dann angewendet, wenn trotz ambulanter Behandlung die Beeinträchtigung durch Schmerzen nicht gelindert werden kann.

Körperliche Therapien sind:

  • Physiotherapie
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • Sporttherapie (Ausdauer, Einzel- und Gruppentraining)
  • Entspannungsverfahren QiGong
  • Wassergymnastik 

Psychologische Therapien sind:

  • Schmerzbewältungstraining
  • Verhaltenstraining
  • Kunsttherapie

Zwischen den primär körperlichen und psychologischen Anwendungen stehen Maßnahmen wie Entspannungstraining und Kunsttherapie.

Zum Team der Schmerztherapie gehören verschiedene Berufsgruppen, die eng zusammenarbeiten:

  • Fachärzte
  • Psychologen/Psychotherapeuten
  • Physiotherapeuten
  • Sporttherapeuten
  • Co-Therapeuten
  • Gestaltungstherapeuten